Das Schicksal eines Wassermoleküls

„Es grenzt schon fast an ein Wunder oder gar Zufall, wie das Leben auf der Erde entstanden ist. Wäre der Planet vor drei oder zwei Milliarden Jahren an einer der Sonne abgewandten Seite nicht abgekühlt, dann hätte es mich, ein Wassermolekül, wahrscheinlich niemals gegeben.

Über Jahrmillionen muss ich wohl im antarktischen Schelfeis geschlummert haben. Ich war jedoch nicht alleine. Mein schwerer Sauerstoffkopf wurde über meine zwei leichten Wasserstoffarme mit den zwei nächstliegenden Köpfen meiner Artgenossen eingespannt. Eng war es und ich habe mich ziemlich unbeweglich gefühlt. Vor allem, weil umgekehrt meine beiden Wasserstoffärmchen als Stützen für die Köpfe zweier weiterer Artgenossen dienten. Gemeinsam formten wir hübsche Eisgerüste von unterschiedlichsten Strukturen und kunstvollen Architekturen.

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Ostgrönland – Eine Reise zwischen Romantik und Realität

Ich sitze in der kleinen Propellermaschine von Reykjavik auf dem Weg nach Kulusuk, Ostgrönland. Emotionen brodeln in mir. 2011 war ich als Studentin im Rahmen einer geographischen Exkursion in dem Gebiet um Ammassalik, eine dem grönländischen Inlandeis vorgelagerte Insel, unterwegs. Sechs Jahre sind nun vergangen und ich kehre als Tour Guide für einen renommierten Reiseveranstalter nach Tasiilaq, der größte Ort an der stürmischen Ostküste, zurück. Eine stille Sehnsucht hat sich erfüllt.

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